Hamster versucht auszubrechen

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Wer kennt nicht dieses Problem mit seinem Hamster, der immer wieder an dem Käfig kratzt oder am Deckel Cliffhanger spielt. 

Wann versucht ein Hamster auszubrechen? Hat dein Hamster nicht genügend Auslauf oder ist sein Käfig oder Gehege nicht groß genug, wird er versuchen auszubrechen. Diesem Verhalten begegnest du also am besten, indem du für mehr Bewegung sorgst, seinen Käfig artgerecht einrichtest und möglichst viel Platz für deinen Hamster zur Verfügung stellst.

Ausreichend Auslauf für einen glücklichen Hamster – so geht’s

Damit dieses nicht passiert kann man sein Hamster öfters in den Auslauf frei lassen. Das heißt einfach seinen Hamster in einen bestimmten Bereich in seiner Wohnung (auf keinen Fall das Badezimmer oder Küche, da dort meistens die Fließen zu kalt sind) frei laufen zu lassen. Dies sollte natürlich unter strengster Aufsicht getan werden.

Ein Minimum an Auslauffläche wäre ein halber Quadratmeter, am besten wären es anderthalb bis zwei Quadratmeter zum Beispiel eine kleine Zimmerecke oder ein alter Schrank.

Ebenso ist es nützlich für den Auslauf fertige Auslaufbegrenzungen zu kaufen oder sich einfach selbst welche zu basteln zum Beispiel könnte man etwa Spannplatten mit Klebeband verbinden und sie als Wände nutzen Aber es gibt auch Hartfaser-Plexiglas- oder Bastlerglasplatten zu kaufen. Am besten man verteilt Futter oder Polstermaterial an verschiedenen Stellen des Auslaufes, sodass der Hamster eine vielseitige Aufgabenstellung bekommt. 

Das solltest du beim Freilauf deines Hamsters beachten

Beim Auslauf seines Hamsters sollte man auf wichtige Aspekte beachten. Man sollte seine Hausschuhe während des Auslaufes ausziehen, sodass man den kleinen Nager nicht ausversehen mit seinen Schuhen tritt.

Ebenso müssen alle Türen und Fenster geschlossen bleiben und am besten seinen Mitbewohnern, Familie oder erwartbaren Besuch bescheid geben, dass der Hamster im Auslauf ist. Hierzu reicht meistens einfach ein Zettel an die Tür zu kleben mit Hinweis, dass der „kleine Rabauke“ unterwegs ist.

Kabel, Steckdosen oder für den Hamster giftige Pflanzen sollten im Bereich des Auslaufes entfernt werden. Gardinen sollten im Auslauf des Hamsters am besten nicht auf den Boden hängen, damit sie diese nicht als Kletteroase benutzen können.

Es sollte deinem Haustier auch nicht möglich sein hinter oder unter Schränke etc. zu kriechen, da er dort feststecken oder aber auch giftige Gegenstände annagen könnte. 

Am geeignetsten für den Untergrund des Auslaufes für den Hamster ist Parkettboden oder eine auf den Boden ausgebreitetes Betttuch oder Tischdecke. Unter die kannst du dann eine Plastikfolie legen. Das dient als zusätzlicher Schutz.

Der Auslauf des Hamsters sollte auf gar keinen Fall draußen stattfinden, da dort die Gefahren von Katzen, Hunden und Mardern sehr groß sind. Außerdem können sich Hamster im freien sehr viele Krankheiten einfangen zum Beispiel Würmer oder andere Parasiten. Ebenso ist das Wetter bei uns nicht artgerecht für ein Hamster. Hamster sind nachtaktive Tiere und wollen somit eher in der Dämmerung im Auslauf sein und zu dieser Zeit ist der Draußen Belag viel zu kalt. 

Das wichtigste beim Auslauf ist immer, dass dein Hamster keine Chance hat aus einer Höhe zu stürzen. Dies kann auch schon bei einer geringen Sturzhöhe zu schwerwiegenden Gesundheitlichen Problemen führen. 

Wann dein Hamster in den Auslauf sollte – so erkennst du den richtigen Zeitpunkt

Der perfekte Zeitpunkt ist natürlich nicht wenn dein Hamster grade im Tiefschlaf ist. Am besten man wartet eine gewisse Zeit bis das Tier ganz wach ist und lässt es dann in den Auslauf.

Ein paar Merkmale, dass dein Hamster bereit ist für seinen Auslauf sind zum Beispiel, wenn die Augen komplett geöffnet sind oder die Ohren komplett aufgerichtet sind. Ebenso kann Gitternagen ein Hinweis sein, dass dein Hamster in den Auslauf will.  

Ein deutlicher Hinweis, dass dein Hamster sich im Auslauf unwohl fühlt, ist wenn er unruhig und wild hin und her springt oder ganz still nur in einer Ecke kauert. Dann solltest du ihn frühzeitig aus seinem Auslauf nehmen und ihn zurück in seinen Käfig packen. Probiere es dann einfach zu einem späteren Zeitpunkt nochmal aus.

Sollte das Verhalten zu oft im Auslauf geschehen, ist der Auslauf für deinen Hamster keine gute Option. Jeder Hamster ist unterschiedlich und jeder hat so seine Vorlieben und Eigenarten. 

Hamster neigen auch auszubrechen, wenn Ihnen der Käfig zu klein oder nicht artgerecht ist. Wir hatten für unseren ersten Hamster einen tolles Hamstergehege von PetPartner*. Es hatte die perfekte Größe und eine sehr gute Qualität. Auch waren die Öffnungen groß genug, um das Gehege leicht zu reinigen. Wir können dieses Hamstergehege nur sehr empfehlen.

Glückliche Hamster wollen nicht ausbrechen – wie du deinen Hamster artgerechter halten kannst

Da Hamster Einzelgänger sind, sollten diese im Käfig alleine gehalten werden. Das wichtigste ist, je mehr Platz dein Hamster hat, umso wohler fühlt er sich auch. Denn Hamster haben ein sehr großes Laufbedürfnis und einen hohen Bewegungsdrang.

Nach meiner Erfahrung sind die erhältlichen Käfige in den Zoogeschäften nicht sonderlich artgerecht aufgrund der zu geringen Lauffläche für den Hamster.

Damit du deinem Hamster ein artgerechtes Leben ermöglichst, kannst du selbst kreativ werden. Eigenbauten sind nicht schwierig und lassen sich an deine Wohnsituation gut anpassen.

Artgerechte Hamsterhaltung im Eigenbau: so geht’s

Solltest du dich dazu entscheiden einen Käfig für deinen Hamster in Eigenregie zu bauen, sollte er mindestens 100cm lang und mindestens 70 cm hoch sein. Der Untergrund des Käfigs sollte stabil genug sein. Zum Beispiel eignet sich ein kleiner Unterschrank oder ein Tisch bestens dafür. Dieser sollte natürlich nicht wackeln oder zu instabil sein.

Eine Aufstellhöhe von ca. 65 cm wären perfekt für die Höhe des Käfigs sowie darf der Standort des Käfigs nicht im Durchzug stehen.

Der Standtort des Käfigs des Hamsters sollte keine direkte Sonneneinstrahlung haben sowie keine Heizungsnähe besitzen. Die beste Raumtemperatur für den Hamster ist zwischen 18 und 26 Grad und eine angemessene Luftfeuchtigkeit sollte auch vorhanden sein. Eine zu niedrige Temperatur könnte bei deinem Hamster zu einer Winterstarre führen.  

Beim Eigenbau sollte die Holzauswahl beachtet werden da nicht jede Holzart für den Hamsterkäfig geeignet ist. Harzende oder stark riechende Hölzer sollten nicht verwendet werden.

Die Hölzer mit einem starken Eigengeruch können den Hamster irritieren oder sogar die Atemwege schädigen. Dazu zählen folgende Holzsorten, die du nicht verwenden solltest:

  • Fichte
  • Tanne
  • Lärchen
  • Kiefern

Gut geeignete Holzarten für den Eigenbau sind dagegen:

  • Buche
  • Birnen
  • Espen
  • Linden
  • Ulmen
  • Kirschen
  • Walnuss

Die beste Holzart ist aufgrund der geringen Schadstoffbelastung und seiner Haltbarkeit das Massivholz. Allerdings auch sehr teuer zu kaufen. 

Im Hamsterkäfig sollte sich eine hohe Schicht von mindestens 15cm Einstreugut befinden, damit dein Hamster sich wohl fühlt und genug Tiefe hat zum Buddeln und Graben. Gute faserige Einstreu-Mischungen* sind zum Beispiel Leinen, Maisfaserholz, Heu, Stroh, Hanf oder Weichholzgranulat. Nicht geeignet als Einstreu für Hamster sind Sägespäne.

Den Eigenbau so interessant gestalten, dass dein Hamster nicht mehr ausbrechen will

Als Ausstattung für den Hamsterkäfig kannst du Schlupfröhren aus Ton, Äste, Tunnel aus Rindenstückchen oder knorrige Wurzeln verwenden. Nicht in den Hamsterkäfig sollten Kunststoffröhren oder beweglich Spielzeuge aufgrund der Verletzungsgefahr. 

Das wichtigste für dein Hamster ist das Laufrad. Damit es nicht zu Haltungsschäden kommt ist ein Laufrad erst ab einem Durchmesser von 25 bis 30 cm für den Hamsterkäfig ausreichend. Ebenso muss das Laufrad eine verschlossene Lauffläche und sollte nur an einer Stelle geöffnet sein. Für unseren Hamster haben wir ein tolles Laufrad von Trixie*. Es hat eine geschlossene Rückwand und besticht durch eine sehr gute Qualität. Unser Hamster hat sein Laufrad immer sehr geliebt und viele Stunden darin verbracht.

Weiter wichtige Ausstattungen für deinen Hamsterkäfig ist zum Beispiel die Sandbadewanne*. Diese sollte aus Chinchillasand bestehen und am besten einfach in eine Schale mit mindestens 20 cm Umfang gefüllt werden.

Gute Ideen für weitere Hamster-Abenteuer sind Holzlabyrinths*, Äste, Papprollen, Steine oder Eierkartons die auf verschiedenen Ebenen verteilt werden. Aus mehreren Schlafkammern und zusätzlich mit Heu, Stroh und Zellstoff ausgepolstert sollte das Hamster-Schlafzimmer sein. Zur Vereinfachung sollte das Dach des Häuschens abnehmbar sein, damit du verderbliche Futterreste rechtzeitig und leicht entfernen kannst. Damit unser Hamster genügend Abwechslung und Bewegung bekommt haben wir ihm ein tolles Klettergerüst von Trixie* in sein Gehege gestellt. Er hat es sofort geliebt darauf zu spielen und zu toben. Das Klettergerüst besteht aus robusten Naturholz und hat eine sehr gute Qualität.

Am besten werden die Wassernäpfe *in Ecken gestellt damit die Hamster nicht durchlaufen und das Wasser verdrecken. Ebenso sollte das Wassernapf in einer nicht eingestreuten Etage stehen und es muss dringend aufgepasst werden, dass Jungtiere nicht ertrinken können. 

Wenn der Hamster türmen will: wie du dieses Verhalten deutest und verbessern kannst

Ein artgerechter Eigenbau eines Käfigs sollte das ausbrechen deines Hamsters verhindern und zum Wohlfühlen beitragen. Zusammengefasst sind die Vorteile bei einem Eigenbau des Hamsterkäfigs, dass die Bedürfnisse deines Hamsters perfekt angepasst werden können.

Du kannst jederzeit Türen einbauen, was auch für den Auslauf nützlich sein kann. Außerdem können sie dekorativ in deine Wohnung integriert werden. Ein kleiner Nachteil beim Eigenbau ist natürlich, dass handwerkliches Geschick vorhanden sein muss. 

Beherzigst du unsere Tipps, wird dein Hamster sich in seiner Behausung wohler fühlen und plötzlich nicht mehr ausbrechen wollen – sein neues Zuhause ist artgerecht gestaltet.

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