Dürfen Kaninchen Petersilie essen?

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Petersilie ist eines der bekanntesten Kräuter die wir hier in Deutschland zum Kochen benutzen. Es hat reichlich an Vitamin A, B, C und E und enthält außer Mineralien noch Kalium, was besonders für die Muskel- und Nervenzellen sehr wichtig ist. Alle diese Komponente sind auch für Kaninchen wichtig und halten es dadurch Fit und unterstützen die Gesundheit.

Dürfen Kaninchen Petersilie fressen? Ja, Kaninchen dürfen Petersilie fressen. Bei der Ernährung deines Kaninchens solltest du auf die richtige Gewichtung der einzelnen Bestandteile achten.

Grundlage bildet immer rohfaserreiches Futter. Kräuter in getrockneter oder frischer Form sind in dosiertem Umfang eine gesunde und willkommene Abwechslung.

Warum Petersilie so gesund ist

Für Kaninchen ist Petersilie wichtig, da es schleimlösend und eine harntreibende Wirkung hat. Es regt bei Kaninchen auch den Appetit und die Darmtätigkeit an und wirkt somit beim Stoffwechsel fördernd.

Ebenso hat Petersilie auch eine gute Heilwirkung falls dein Kaninchen Blasen- und Nierenentzündungen hat. Auch bei Blasen- und Nierensteinen wirkt Petersilie sehr gut.

Allerdings darf die Futterumstellung nicht einfach von heute auf morgen geschehen.

Die Kaninchen haben einen empfindlichen Darm und eine zu schnelle Umgewöhnung des Futters könnte zu Verstopfung oder Durchfall führen. Dies könnte im schlimmsten Fall auch zum Tod des Kaninchens führen.

Am besten man führt nur Bruchstückhaft neues Futter hinzu. Hat dein Kaninchen bisher nur Mischfutter bekommen sollte es in den ersten Tagen nur wenig vom neuen Saftfutter bekommen. Dieses solltest du am besten über ein paar Wochen hinweg durchziehen. 

Im Winter könntest du statt der frischen auch getrockneten Kräuter zur Fütterung geben. Dabei solltest du achten, dass diese schonend getrocknet und unbehandelt sind. 

Bei der Ernährung deines Kaninchens solltest du darauf achten, dass das Futter gut ausgeglichen ist. Der Großteil (70 %) sollte natürlich aus Heu bestehen aber auch Obst, Gemüse und Kräuter sind wichtig für dein Kaninchen.   

Heu als Hauptbestandteil der Kaninchenfütterung

Das Heu sollte für dein Kaninchen immer zur Verfügung stehen und gehört zu den essentiellen Futtergrundlage. Durch die Fütterung des rohfaserreichen Raufutters kommt es bei deinem Kaninchen zu einer zügigen Darmpassage und ist somit gut für die Verdauung. Wir haben immer das sehr gute Bergwiesenheu* für unsere Langohren, das schmeckt ihnen besonders gut und hat eine hervorragender Qualität.

Auch für Zähne deines Kaninchens ist das Heu sehr wichtig. Durch das Zerkauen der Heuhalme werden die immer nachwachsenden Zähne natürlich abgenutzt. Haarballen bilden sich dann, wenn Kaninchen zu wenig Rohfaser also Heu zur Verfügung haben und versuchen sich selbst zu helfen indem sie Fell auszupfen und aufnehmen.

Wenn Kaninchen sich während des Fellwechsels putzen, nehmen sie besonders viel Fell auf. Daher solltest du auf eine ausreichende Rohfaserfütterung achten und das Kaninchen während des Fellwechsels vorbeugend bürsten. 

Das Heu sollte immer trocken gelagert werden. Achtet darauf, dass das Heu eine grünliche Farbe und einen angenehm aromatischen Duft hat. Falls das Heu feucht oder verschimmelt ist, solltet ihr es sofort entsorgen.  

Zu einer gesunden Ernährung deines Kaninchens gehören auch Gräser, Salate und auch Blätter von Radieschen, Kohlrabi oder Möhren. Diese liefern wichtige Mineralien und Nährstoffe für dein Kaninchen. Im Winter kannst du diese auch durch getrocknete Kräuter ersetzen. Wir geben unseren Kaninchen immer kleine Portionen Gartenkräuter von MultiFit*. Diese sind besonders bekömmlich und sind getreidefrei.

Darüber hinaus bieten sich auch Blumen an. Allerdings gibt es hier auch giftige und welche Blumen dein Kaninchen bedenkenlos futtern darf, erfährst du in unserem Blumenratgeber.

Abwechslung auf dem Speiseplan: was du neben Petersilie füttern kannst, damit dein Kaninchen gesund bleibt

Es gibt auch viele Gemüsesorten die du deinem Kaninchen als Frischfutter beifügen kannst. Zwei bis drei kleine Gaben von Gemüse sollte dein Kaninchen in guter Mischung zu fressen bekommen.

Als gut geeignetes Gemüse sind zum Beispiel Möhre, Petersilienwurzeln, Mais, Löwenzahn, Eisbergsalat, Blattspinat, Blumenkohl, Fenchel, Gurke und auch Knollen- und Stangensellerie. 

Aufpassen solltest du bei Paprika und Salatgurken. Diese solltest du nur in kleineren Mengen als Frischfutter dazugeben.

Auf gar keinen Fall solltest du dein Kaninchen mit Kürbis, Kartoffeln, Lauch, Rhabarber und auch Avocado füttern. Dies kann sehr starke gesundheitliche Folgen für dein Kaninchen haben. 

Besonderheiten bei der Kohlfütterung – worauf du achten solltest

Oft hört man ja die Aussage, dass Kohl Blähungen verursacht und somit nicht an das Kaninchen gefüttert werden darf. Dies beruht auf eine Beobachtung von Kaninchen, die mit Trockenfutter falsch ernährt worden sind und besonders empfindlich dadurch sind. Das gilt aber nicht für gesunde, trockenfutterfrei ernährte und Frischfutter gewohnte Kaninchen.

Sollte dein Kaninchen keine Darmprobleme haben, kannst du ihm gerne Kohl zum Futter dazu geben. Auch in größeren Mengen verursacht Kohl keine Probleme und es dient sogar als Lieferant für wichtige Nährstoffe und wird von Kaninchen sehr gerne gefressen.

Bei der Fütterung mit Kohl solltest du am besten mit kleinen Mengen anfangen und dann mit der Menge langsam steigern. Du kannst somit beobachten ob dein Kaninchen eine allfällige Überempfindlichkeit hat und seine Verdauung kann sich langsam an die Fütterung des Kohls gewöhnen.

Am besten du fütterst dein Kaninchen auch in Verbindung mit anderen Gemüsesorten. Gut geeignete Kohlsorten sind zum Beispiel Broccoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Steckrübe und Chinakohl. 

Welches Obst dein Kaninchen fressen darf

Bei der Fütterung von Obst sollte immer die Regel sein, maximal ein Viertel der täglichen Futterration darf aus Obst bestehen. Zu viel Obst würde durch den hohen Fruchtzucker zu Übergewicht führen und wäre auch schlecht für die Zähne deines Kaninchens.

Folgende Obstsorten kannst bedenkenlos aber nur in Maßen deinem Kaninchen zum Futter dazugeben:

  • Apfel
  • geschälte Kiwi
  • Erdbeeren
  • Melonen
  • Birne
  • entkernte Kirschen und auch entkerne Aprikosen.

Nicht zum Füttern geeignetes Obst sind Zitrusfrüchte, und nicht entkerntes Steinobst sowie exotische Früchte, da man über die Verträglichkeit kaum etwas weißt. 

Knabberspaß für dein Kaninchen

Als weiteres Kaninchenfutter sind auch Zweige und Äste von bestimmten Baumsorten eine gute Sache für dein Kaninchen.

Die Baumsorten wie Buche, Linde, Haselnuß und auch Birke sind bestens dafür geeignet. Ebenso können auch Obstbaumzweige als weiteres Kaninchenfutter dienen. Hierbei solltest du darauf achten, dass diese nicht gespritzt sind. Besonders kleine Holzknabberchen* sind hervorragende Snacks für deine Kaninchen.

Wenn du deinem Kaninchen Kekse zum knabbern geben möchtest, dann schaue hier nach, ob dies erlaubt ist.

Unser Extra Tipp:

Das toll geschriebene Buch „Funny Bunny“ von Karina Niemczyk* beschreibt wie man wieder Farbe in den Kaninchenalltag bringen kann und erzählt lustige Geschichten für mehr Spiel und Spaß mit Kaninchen. Es ist unser absolutes Lieblingsbuch und haben es schon mehrfach an andere Kaninchenliebhaber geschenkt.

Zusammenfassung – Petersilie darf auf den Speiseplan deines Kaninchens

Zusammengefasst solltest du dein Kaninchen 3x täglich in einer bestimmten Reihenfolge füttern. Am frühen Morgen solltest du frisches Heu zum fressen geben (auch wenn noch altes Heu vom Vortag da ist).

Zur Mittagszeit ist Grünfutter wie zum Beispiel Fenche, Löwenzahn, Birne, Gras oder Eisbergsalat am besten, da die Verdauung durch das Heu angekurbelt ist und somit keine Blähungen entstehen können. Hierzu kannst du auch Obst und Gemüse dazu geben. Dieses sollte auf gar keinen Fall gespritzt sein und sollte sorgfältig abgewaschen werden.

Das Grünfutter darf nicht auf nüchternen Magen gegeben werden. Brot sollte nur sehr selten als Futter dazugegeben werden, da es sehr kalorienreich ist.

Abends kannst du deinem Kaninchen Körnerfutter zum Fressen geben. Dieses ist besonders gut geeignet als Energie- und Kraftfutter. Bei der Mengengröße ist es abhängig von Größe, Bewegung, Alter und Allgemeinzustand deines Kaninchens.

Trinkflaschen solltest du als Wasserzufuhr für dein Kaninchen aus hygienischen Gründen nicht benutzen. Ebenso haben die Kaninchen Schwierigkeiten bei einer schiefen Kopfhaltung zu trinken. Am besten du benutzt als Wasserzufuhr ein offenes Gefäß was du immer mit reichlich und frischem Wasser füllen kannst. 

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