Kaninchen grunzt beim Streicheln

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Der wichtigste Faktor bei der Kommunikation unter den Kaninchen sind ihre Düfte. Sie Markieren zum Beispiel über Urin und Kotausscheidungen ihr Revier und zeigen ihren Artgenossen, auf welchem Fruchtbarkeitslevel sie momentan sind.

Kaninchen besitzen zudem auch Duftdrüsen an ihrem Kinn, mit denen sie Gegenstände oder wichtige Orte markieren können. 

Warum grunzt das Kaninchen beim Streicheln?

Sollte dein Kaninchen dich beim Streicheln angrunzen, so will es dir sagen „Lass mich in Ruhe“. Kaninchen zeigen damit sehr deutlich, dass sie sich ärgern und nicht belästigt werden möchten.

Das Grunzen machen Kaninchen nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei Ihren Artgenossen, um Ihre Situation oder Gefühle mitzuteilen. Grunzt ein Kaninchen ein anderes an, bedeutet es so viel, dass es alleine sein und sein Revier für sich haben möchte. Schwangere Kaninchen grunzen sehr oft, damit ihre Artgenossen auf Abstand bleiben. 

Die Lautsprache deines Kaninchens

Kaninchen können aber auch durch Lautäußerungen und über eine bestimmte Körpersprache kommunizieren. Manche Laute entwickeln sich bei jungen Kaninchen teilweise schon kurz nach der Geburt. 

Durch das Muttertier oder durch den Kontakt zu anderen Artgenossen erlernen die jungen Kaninchen bestimmte Signale der Körpersprache.

Daher ist es wichtig, dass Jungtiere nicht zu früh von ihrer Mutter getrennt werden. Dies kann dazu führen, dass sie einige Elemente der Kaninchensprache nicht nutzen bzw. falsch verstehen können. 

Sollte dein Kaninchen fauchen oder knurren, signalisiert es damit, dass es wütend, aggressiv oder sogar auch angriffslustig ist. Du solltest dein Kaninchen in diesem Zustand in Ruhe lassen und Abstand halten.

Auch das Streicheln des Kaninchens, um es zu beruhigen, ist in diesem Fall eine schlechte Idee. 

Schrilles Quietschen oder sogar Schreien ist für ein Kaninchen ein sehr untypisches Verhalten und braucht allerhöchste Aufmerksamkeit. Kaninchen geben solche Laute nur in einer äußersten Notsituation ab. In der freien Wildbahn würde sie ansonsten damit nur ihre Feinde anlocken. Du solltest auf alle Fälle nach deinem Kaninchen schauen, ob alles in Ordnung ist.

Vielleicht hat sich dein Kaninchen auch nur irgendwo verfangen und ist in Panik geraten. In diesem Fall am besten dicke Handschuhe überziehen, da sie die helfende Hand auch als Bedrohung ansehen könnten.

Bei schweren Rangkämpfen mit Verletzungen schreien oder quietschen Kaninchen ebenfalls sehr laut. 

Jungtiere geben öfters leises und helles Fiepen von sich, um nach Ihrem Muttertier zu rufen. Angst und Unsicherheit kann das Fiepen ebenfalls auslösen. 

Lautes und deutliches Zähneknirschen im Gegensatz zum entspannten Zähnereiben ist ein Ausdruck von Schmerz und Angst. Versuche am besten herauszufinden, was dem Kaninchen wehtut und ob ein Tierarzt benötigt wird. 

Das leise oder reibende Zähneknirschen ist ein Enstpannungszeichen des Kaninchens und kann auch beim Streicheln vorkommen. Dieses Geräusch solltest du nicht mit dem Grunzen verwechseln.

Typische Geräusche: Grunzen, Klopfen und andere Laute

Ein anderes typisches Verhalten von Kaninchen ist das Klopfen oder das Stampfen mit den Hinterpfoten. Es signalisiert den anderen Artgenossen, dass Gefahren lauern wie zum Beispiel Füchse, Marder oder Raubvögel.

Das Klopfen dient auch als Warnhinweis für die Artgenossen, die sich unter der Erde im Bau befinden. Durch die Schallübertragung im Boden ist es gut hörbar unter der Erde. Weibliche Kaninchen klopfen auch während der Paarungszeit mit den Hinterpfoten. 

Kaninchen äußern bei Paarungsbereitschaft oder sexuellen Stimulation dieses durch Brummen oder Gurren an. 

Kaninchen können nicht nur durch Düfte und Lautäußerungen miteinander kommunizieren, sondern auch durch eine spezifische Körpersprache. 

Die Körpersprache richtig verstehen: Eine kleine Einführung

Das Gefühl der Entspannung signalisiert das Kaninchen durch flaches auf den Bauch oder auf der Seite legen. Hierbei streckt es meistens gemütlich alle Hinterbeine aus und lässt die Ohren locker herunterhängen. Es fühlt sich in diesem Moment geborgen und sicher vor Feinden, da es in dieser liegenden Position langsamer vor Feinden flüchten kann. 

Ein ängstliches Kaninchen kauert sich flach liegend auf den Boden und die Ohren liegen eng an. Der Kopf ist nach unten gesenkt. Meist geschieht es bei Unwohlsein, Angst oder Anspannung. 

In der freien Natur hieße es, dass sich das Kaninchen einem anderen unterwirft. Auch wenn das Kaninchen reglos bleibt und seine Augen weit öffnet, zeigt es, dass es in Ruhe gelassen werden möchte und keine Berührungen durch den Menschen wünscht. 

Sollte sich dein Kaninchen erschrecken, so hebt es zunächst seine Hinterläufe an, um seine anderen Artgenossen zu warnen. Durch die weißen Hinterläufe können die anderen Kaninchen die Warnung auch im Dunkeln erkennen. Meist folgt dann ein schneller Rückzug in den sicheren Bau. 

Das nicht nur wir Menschen uns bei Ekel schütteln, sieht man ganz gut an den Kaninchen. Diese versuchen durch das heftige Kopfschütteln ihre feinen Schleimhäute von dem Ekel zu befreien. Oft trampeln sie danach auch mit den Hinterpfoten kräftig auf den Boden als Warnung für die Artgenossen.  

Das Kaninchen Kot fressen wirkt auf uns Halter doch etwas befremdlich. Allerdings ist dies ein ganz normales Verhalten unter den Kaninchen. Sie fressen ihren Blinddarmkot direkt am After. Dieser enthält viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Durch das Passieren des Darms sind diese für das Kaninchen besser verfügbar.  

Ein glückliches Kaninchen zeigt diese Verhaltensweisen

Dein Kaninchen springt und schlägt in seinem Gehege Haken. Das zeigt, wie gut es deinem Kaninchen geht. Sie zeigen durch dieses Verhalten meist pure Freude und Übermut. Selbst alte Hasen vollführen akrobatische Meisterleistungen. 

Das Wälzen auf dem Boden ist ein Zeichen für Freude und Wohlbefinden. Eine tiefe Entspannung zeigen Kaninchen besonders durch dieses Verhalten. Wenn dein Kaninchen dann auch noch Untergründe wie Sand, frisches Stroh oder Rindenmulch zum Wälzen hat, fühlt er sich umso wohler. 

Ein typisches Verhalten von Kaninchen ist das Anstupsen. Sie stupsen meisten ihre Artgenossen oder ihren Halter an, um diese zu begrüßen. Als Aufforderung zum Spielen oder zum gegenseitigen Putzen wird es auch praktiziert. Sollte dein Kaninchen dich also anstupsen, möchte es Futter oder deine Aufmerksamkeit bekommen.

Das Männchen machen von Kaninchen dient zur Verschaffung eines besseren Überblickes. Sie wollen höher gelegene Gegenstände inspizieren oder Aufmerksamkeit erhalten.

Auch nutzen Kaninchen dieses Verhalten, um nach Futter zu betteln. Natürlich solltest du diesem Betteln nicht immer nachgeben. In freier Natur können sie dadurch schneller ihre Feinde oder Reviereindringlinge erkennen. 

Trotz aller Kenntnisse über die Körpersprachen von Kaninchen, ist es für uns manchmal schwer zu erkennen, ob es seinem Kaninchen gut geht. Leider übersieht man oft die ersten Anzeichen, denn die Kaninchen sind perfekte Schauspieler und schleppen sich trotz Krankheit zum Fressnapf. Denn Kaninchen haben den Instinkt, in freier Natur keine Schwächen zu zeigen.

Umso wichtiger ist es regelmäßig Gesundheitschecks bei seinem Kaninchen machen zu lassen und den Appetit und das Gewicht im Auge zu behalten. 

Das Grunzen zeigt, dass dein Kaninchen sich nicht wohlfühlt. Beobachte dein Haustier regelmäßig, um herauszufinden, wie es sich fühlt. Die wichtigsten Laute und Verhaltensweisen deines Kaninchens haben wir dir beschrieben. Beobachte es heute noch!

Unser Extra Tipp:

Das toll geschriebene Buch „Funny Bunny“ von Karina Niemczyk* beschreibt wie man wieder Farbe in den Kaninchenalltag bringen kann und erzählt lustige Geschichten für mehr Spiel und Spaß mit Kaninchen. Es ist unser absolutes Lieblingsbuch und haben es schon mehrfach an andere Kaninchenliebhaber geschenkt.

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