Kaninchen ist schwanger – Paarung/Tragzeit und Geburt

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Bei einer Schwangerschaft deiner Kaninchendame sollte jeglicher Stress vermieden werden und genügend Frischfutter sowie ausreichen Nistmaterial für den Nestbau zur Verfügung stehen. 

Woran erkennst du, ob dein Kaninchen schwanger ist?

Der Tierarzt kann frühestens nach zwei Wochen per Ultraschall-Untersuchung genauestens feststellen, ob dein Kaninchenweibchen schwanger ist. Diese Untersuchung ist jedoch sehr stressig und anstrengend für dein Kaninchen. 

Mit etwas Erfahrung kann man die Schwangerschaft von Kaninchen auch ertasten. Hierbei ertastet man den vorderen seitlichen Bauchbereich an beiden Seiten ab. Dieses sollte sehr vorsichtig geschehen. Sollte dein Kaninchen schwanger sein, wirst du kleine Kügelchen erstasten können, die sich wie bei einer Kette aufgereiht haben. 

Ebenso kannst du die Schwangerschaft deiner Häsin am Verhalten erkennen. Tragende Häsinnen sind oftmals sehr aggressiv, scheu oder auch sehr nervös, was durch häufiges scharren erkennbar ist. Auch erkennt man, allerdings erst kurz vor der Geburt, eine Schwangerschaft, wenn deine Häsin Nistmaterial zusammenträgt um ein Nest für sich und ihre Jungtiere zu bauen. 

Trächtige Kaninchen verändern oftmals ihr Verhalten und werden nervös oder auch aggressiv.

Wie erfolgt die Paarung bei Kaninchen?

Kaninchenweibchen sind das ganze Jahr über Paarungsbereit und es gibt keinen bestimmten Zeitraum für eine Paarung bei Kaninchen. 

Die Kaninchendame signalisiert, jedoch in bestimmten Zeitabschnitten eine erhöhte Paarungsbereitschaft. Dieses wird zum Beispiel durch knurren oder durch angeschwollene Schamlippen deutlich. Der Zeitraum wird auch Brunst oder Hitze genannt.

Der Paarungsakt bei Kaninchen dauert nur wenige Sekunden, wobei der Rammler von hinten auf die Häsin steigt. 

Was sollte man bei der Tragzeit beachten?

Bei Kaninchen beträgt die Tragezeit ca. 31 Tage. 

Bevor die Häsin ihr Nest baut, solltest du das Kaninchengehege* nochmal gründlich säubern. 

Am Ende der Tragzeit wird die Häsin versuchen durch sehr viel Nistmaterial ihr Nest zu bauen. Deswegen ist es sehr wichtig, dass du sehr viel Nistmaterial wie zum Beispiel Heu, Stroh oder auch getrocknete Blätter ins Gehege legst. Für den Nestbau benutzt die Kaninchendame auch ihr eigenes Fell, dieses darfst bei der Reinigung nicht entfernen.

Den Nestbau wird sie in eines der Kaninchenhäuser bauen. Hierbei solltest du darauf achten, dass das Häuschen für den Nestbau groß genug ist (mindestens 40cm x 40cm) und du es von oben öffnen kannst, um später das Nest zu kontrollieren. 

Wenn du wissen möchtest, was du alles im Gehege für deine Kaninchen brauchst, kannst du es in unserem interessanten Artikel Erstzubehör Kaninchen gleich nachlesen.

Auch ist es wichtig, dass du während der Tragzeit deiner Häsin jeglichen Stress durch Umzugswechsel oder Wechsel der Käfigpartner vermeidest. Zu hoher Stress kann bei Kaninchen oftmals zu Fehlgeburten kommen. 

Befindet sich deine Häsin in einer gut integrierten Kaninchengruppe, kannst du deine schwangere Häsin im Gehege mit den anderen Kaninchen lassen. Sollte es jedoch oft zu Streitigkeiten untereinander kommen oder zu aggressiven Verhalten, ist es ratsam die Häsin, getrennt von den anderen, woanders unterzubringen. 

Für die Tragzeit braucht deine Kaninchendame sehr viele Mineralstoffe und Eiweißhaltiges Futter. Dieses kann sie durch extra gegebenes Frischfutter wie Kräuter und Haferflocken erhalten. Das Frischfutter wie zum Beispiel Grünfutter, Wiesengrün, Saaten und Trockenkräuter sollte während der Schwangerschaft das Hauptfutter sein. 

Möchtest du mehr über die richtige Ernährung deiner Kaninchen erfahren, haben wir hier den perfekten Artikel für dich parat: Kaninchen richtig füttern

Wie erfolgt die Geburt bei Kaninchen? 

Die Geburten bei Kaninchen erfolgen meisten in den Abendstunden oder am frühen Morgen. In der Regel werden zwischen fünf und sechs Jungen zur Welt gebracht. Als erstes wird die Eihaut, die die Jungen umhüllt, von der Mutter gefressen sowie die Nabelschnur. Kaninchenjungtiere sind Nesthocker und kommen blind und völlig nackt ohne Fell auf die Welt. Durch das ausgekleidete Nest können sich die Jungtiere wärmen. 

Warum ist es wichtig, dass Häsinnen ihre Jungen nach der Geburt lecken?

  • Die Kaninchenjungen nehmen dabei den Geruch des Muttertieres auf und bekommen dadurch eine stärke Verbindung zueinander. 
  • Durch das ablecken der Jungtiere, werden diese von Blut und Eihautresten befreit 
  • Der Kreislauf der Jungen wird dadurch in Bewegung gebracht und dient zur Blutzirkulation

Mögliche Probleme bei einer Schwangerschaft von Kaninchen:

  • Bei einer nicht harmonischen Gruppe sowie bei einem zu kleinen Kaninchengehege, sollte das schwangere Kaninchen von der Gruppe entfernt werden. Jedoch ist dieses nicht optimal, da die Jungtiere so Schwierigkeiten haben sich später in die Gruppe zu integrieren. 
  • Unterversorgung der Jungtiere kann durch eine Störung zwischen Mutter und Jungtieren kommen. Dieses kann durch zu hohen Stress ausgelöst werden. In diesem Fall, solltest du auf alle Fälle, dir tierärztlichen Rat einholen. Keine Sorge, wenn die Mutter nicht die ganze Zeit bei ihren Jungtieren ist, diese werden nur dreimal täglich von der Mutter gesäugt. 
Sollte es zu Komplikationen bei der Geburt kommen, hole dir unbedingt ärzlichen Rat von deinem Tierarzt.

Hier haben wir noch weitere spannende Artikel rund um deine Kaninchen für dich:

Extrap Tipp:

Das toll geschriebene Buch „Funny Bunny“ von Karina Niemczyk* beschreibt wie man wieder Farbe in den Kaninchenalltag bringen kann und erzählt lustige Geschichten für mehr Spiel und Spaß mit Kaninchen. Es ist unser absolutes Lieblingsbuch und haben es schon mehrfach an andere Kaninchenliebhaber geschenkt.

Zusammenfassung- Kaninchen ist schwanger- Paarung/Tragzeit und Geburt

Ob deine Kaninchendame schwanger ist, kannst du von deinem Tierarzt per Ultraschall-Untersuchung überprüfen lassen. Solltest du über gewisse Erfahrung verfügen, kannst du auch den Bauch deiner Kaninchendame nach einer Schwangerschaft vorsichtig abtasten. Auch erkennst du die Schwangerschaft durch die Verhaltensänderung deiner Kaninchendame. Bei einer Schwangerschaft wirkt deine Kaninchendame oftmals sehr nervös und zeigt ungewohnt aggressives Verhalten gegenüber anderen Artgenossen. 

Die Paarung bei Kaninchen dauert nur wenige Sekunden und kann das ganze Jahr über vollzogen werden. In der Brunst oder auch Hitzezeit, ist das Kaninchenweibchen besonders paarungswillig. 

Die Tragzeit beträgt bei Kaninchen ca. 31 Tage. Hierbei solltest du überprüfen, ob deine Kaninchendame in der Kaninchengruppe bleiben kann oder ob sie lieber getrennt von den anderen sein sollte. 

Um mögliche Komplikationen bei der Geburt zu vermeiden, ist es wichtig, dass deine Kaninchendame so wenig Stress wir möglich hat. Hier sollte ein Umzug oder ein Wechsel des Gehegepartners vermieden werden. 

Für die Tragzeit braucht deine Kaninchendame zusätzliches Frischfutter wie Kräuter, Haferflocken oder Wiesengrün. 

Stelle ein großes Kaninchenhäuschen, was von oben geöffnet werden kann, in das Gehege, damit deine Kaninchendame dort ihr Nest bauen kann. Hierbei kannst du deine Kaninchendame unterstützen, indem du ihr vermehrt Nistmaterial wie Heu oder getrocknete Blätter ins Gehege legst. 

Auch solltest du das Kaninchengehege vor dem Nestbau nochmal gründlich reinigen und auf gar keinen Fall die Fellhaare im Kaninchengehege von ihr entfernen. Diese benötigt sie für ihr Nestbau.

Die Geburt der Jungtiere erfolgt in der Morgen- oder Abendstunde. Die Mutter frisst die Nabelschnur sowie die Eihaut auf und leckt ihre Jungen sauber. Das Lecken intensiviert die Blutzirkulation bei den Jungen und verschafft der Mutter eine stärkere Verbindung zu ihren Jungtieren. 

Bei jeglicher Komplikation bei der Geburt, zum Beispiel bei nicht Versorgung der Jungen oder Fehlgeburten, hole dir immer ärztlichen Rat zur Hilfe. 

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