Wie viel Auslauf braucht ein Kaninchen?

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Kaninchen sind beliebte Haustiere für Familien, die niedlichen Langohren werden besonders von Kindern sehr geliebt. Dennoch haben auch pflegeleichte Kaninchen ihre Bedürfnisse, die von jedem Tierhalter bedacht werden müssen. 

Kaninchen bewegen sich sehr gerne und benötigen daher auch ausreichend Freiraum, um zu springen, graben, zu laufen oder sich auch mal richtig lang machen zu können. Ein ausreichend großes Gehege ist daher Pflicht für jedes Kaninchenpaar.

Gerade beim Thema Auslauf kann man sich als Kaninchenhalter leicht verschätzen. Aber wer weiß, wie groß der Bewegungsdrang von Kaninchen ist, kann seinem Tier den dringend benötigten Auslauf bieten, damit das Tier lange gesund und munter bleiben kann. 

Der Bewegungsdrang eines Kaninchens zeigt sich vor allem in den frühen Morgenstunden oder am Abend, wenn die Dämmerung hereinbricht. Dennoch hat auch jedes Tier seinen ganz eigenen Charakter und einen ganz individuellen Rhythmus, an dem es mehr oder eben weniger aktiv ist. 

Wie viel Bewegungsdrang haben Kaninchen?

Die süßen Kaninchen sollten nie alleine gehalten werden, da sie sonst vereinsamen. In Deutschland ist es sogar verboten, Kaninchen einzeln zu halten, da sie ansonsten sehr darunter leiden.

Am besten Du schaffst dir gegengeschlechtliche Kaninchen an oder am besten eine kleine Gruppe wie zwei männliche und zwei weibliche Kaninchen. Für ein Kaninchenpaar solltest Du etwa 10 Quadratmeter Gehege einplanen. Dies ist das Minimum an Platz, der von zwei Kaninchen benötigt wird, um als Haustier ein zufriedenes Leben leben zu können. 

So viel Auslauf sollte Ihr Kaninchen täglich bekommen

Idealerweise leben Kaninchen in einem großen Gehege*, dass den Tieren Tag für Tag viel Freiraum für den intensiven Bewegungsdrang bietet. Ein Kaninchen in einem zu kleinen Käfig einzusperren, und ihm nur einen gewissen Zeitraum Freilauf zu gewähren, reicht meist nicht aus.

Am schlimmsten ist es für die Kaninchen, wenn sie in kleinen Gitterkäfigen zu zweit oder zu dritt in eine kleine Zimmerecke oder in einen viel zu kleinen Käfig an der Wand mit kleinen Buchten eingesperrt werden. Dies sieht man heutzutage leider immer noch in vielen Zooläden oder auch bei vielen Züchtern. Dies ist eine absolute Qual für die Kaninchen.

Der Bewegungsrhythmus eines Kaninchens kann sich häufig ändern. Daher ist ein regelmäßiger Auslauf des Tieres auch nicht ideal, um dem Tier Bewegungsmöglichkeiten zu bieten. Wer die Möglichkeit hat, kann seine Kaninchen in einem Außengehege unterbringen, dass mindestens zehn Quadratmeter Freiraum bietet, damit sich das Tier, dann bewegen kann, wann ihm danach ist. 

Manche Tierärzte raten ihren Klienten, die ein Kaninchen in der Wohnung halten, zwar zu einem Auslauf von etwa zwei Stunden am Tag, das wechselaktive Kaninchen benötigt aber weitaus mehr Bewegungsspielraum für einen ausgeglichenen Kaninchen-Alltag. 

Ein Kaninchen, dass nur zwei Stunden Auslauf am Tag bekommt und den Rest seiner Zeit in einem zu kleinen Käfig verbringen muss, wird seelisch und auch körperlich verkümmern. Kaninchen müssen ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben können.

Dazu gehören auch nächtliche Aktivitäten, denn die Aktivitätszeiten eines Kaninchens können sich auch einmal in die Nacht verlagern, beziehungsweise zu den Zeiten, in denen es dämmert, sodass Kaninchenhalter auch in der Nacht für ausreichend Bewegungsfreiraum sorgen müssen. Am besten steht der Käfig deswegen auch nicht im direkten Schlaf- oder Kinderzimmer.

Durch die Geräusche wie klopfen oder nagen kann der Schlaf von Ihnen oder auch von Kindern massiv gestört werden. Hierbei kann es bei vielen Kindern zu Konzentrationsschwächen kommen, wenn sie nachts von dem Kaninchen geweckt oder beim Einschlafen gestört werden.

So lange solltest Du Deinem Kaninchen Auslauf bieten

Damit Du Deinem Kaninchen gerecht werden kannst, solltest Du dafür sorgen, dass Deine Tiere rund um die Uhr die Möglichkeit bekommen, ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachgehen zu können. 

Ein Kaninchen muss zu jeder Tages – und auch zur Nachtzeit die Gelegenheit bekommen können, zu graben, zu rennen oder auch zu springen. Dafür musst Du ein Gehege bereitstellen, dass über ausreichend Platz und natürlich auch die richtige Höhe verfügt, damit Deine Tiere sich so bewegen können, wie sie es aus natürlicher Kenntnis gewohnt sind. 

Was ist beim Auslauf im Außengehege zu beachten

Bei Außengehegen musst Du aber unbedingt darauf achten, dass sich die Tiere niemals an zugigen Orten befinden und dass kein anderes Tier in das Gehege eindringen kann, sodass die Kaninchen als Opfer enden. 

Oftmals sind andere Hauskatzen oder andere Hunde eine große Gefahr für dein Kaninchen, auch wenn sie nur neugierig auf den neuen Nachbarn sind. Ebenso solltest Du darauf achten, dass sich keine giftigen Pflanzen in der Nähe oder sogar im Außengehege befinden.

Zu den giftigen Pflanzen zählen:

  • Aronstab
  • Bilsenkraut
  • Eibe
  • Eisenhut
  • Engelstrompete
  • Fingerhut

Ein wichtiger Punkt ist außerdem, dass du dein Kaninchen an das neue Futter im Außengehege wie Gras langsam anführen solltest. Lege am besten immer eine Portion frisches Gras in das Gehege, damit es sich schnell an das neue Futter gewöhnen kann.

Dauernder Freilauf muss den Tieren gewährt werden, damit sie ein langes, gesundes und fröhliches Kaninchenleben als Haustier erleben können.

Hat ein andauernder Freilauf auch gesundheitliche Vorteile für mein Kaninchen?

Ein Kaninchen braucht viel Auslauf und Bewegung, damit es sich über den Tag auslassen kann und munter bleibt. Tatsächlich hat ein ausreichender Auslauf aber auch etwas mit der Gesundheit zu tun. Dein Kaninchen benötigt den Auslauf also, damit es nicht erkrankt oder gar stirbt.

Um den Verdauungstrakt aktiv zu halten und gesundheitliche Störungen nach der Nahrungsaufnahme zu vermeiden, muss sich ein Kaninchen bewegen. Rennen und schnelle Richtungswechsel vollführen, hoppeln oder Sprünge sind für ein Kaninchen enorm wichtig, damit es die Verdauungstätigkeit optimal am Laufen halten kann. 

Der Verdauungstrakt eines Kaninchens ist nur gering bemuskelt, sodass das Kaninchen also aktiv an seiner Verdauung arbeiten muss. Natürlich spielt die ausreichende Bewegung auch bei der Verhinderung von Übergewicht eine große Rolle. Ein aktives Kaninchen, dass sich viel bewegt, wird seltener an Übergewicht leiden als die Artgenossen, die keine Möglichkeit für ausreichende Bewegung erhalten. 

Du bist also mit verantwortlich, dass sich dein Kaninchen bewegen kann und dieses Angebot auch in Anspruch nimmt. 

Ein kleiner Parcours im Gehege oder in der Wohnung, in dem Dein Kaninchen laufen, hoppeln oder springen muss, kann ebenfalls dafür sorgen, dass sich Dein Kaninchen ausreichend bewegt und gesund bleibt.

Extra Tipp:

Das toll geschriebene Buch „Funny Bunny“ von Karina Niemczyk* beschreibt wie man wieder Farbe in den Kaninchenalltag bringen kann und erzählt lustige Geschichten für mehr Spiel und Spaß mit Kaninchen. Es ist unser absolutes Lieblingsbuch und haben es schon mehrfach an andere Kaninchenliebhaber geschenkt.

Hier haben wir für dich unsere beliebtesten Artikel rund um deine Kaninchen in einer Übersicht zusammengestellt:

Fazit – so viel Auslauf braucht dein Kaninchen

Kaninchen sind bewegungsfreudige Tiere. Auslauf ist für die kleinen Racker äußerst wichtig. Idealerweise leben die Kaninchen in einem artgerechten Gehege, indem sie so viel toben und rennen können, wie sie möchten.

Mit Artgenossen spielt es sich gleich viel besser und zwei Kaninchen sind das Mindestmaß, welche du zusammen halten solltest.

Ob du deinen Kaninchen in der Wohnung oder im Außenbereich Freilauf gönnst, denke an giftige Pflanzen und Raubvögel, die dein Kaninchen schnell zur Beute nehmen.

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