Wie Kaninchen die Nacht erleben

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Tiere erleben die Nacht meist anders, als wir Menschen dies tun. Wir sehen schlecht und möchten uns gerne in unsere Häuser zurückziehen. Doch wie fühlen sich Kaninchen am wohlsten? Dieser Frage wollen wir für dich nachgehen.

Zu der artgerechten Haltung von Kaninchen gehört auch die Frage, wie sie die Nacht verbringen. Durch ihre Herkunft haben die Tiere sensible Sinne und besondere Verhaltensweisen ausgebildet.

Den Bedürfnissen deines Kaninchens solltest du auch in der Nacht entsprechen, damit es ein zufriedenes Leben führen kann.

Damit du genau verstehst, wie dein Kaninchen die Nacht erlebt, ist es wichtig zu wissen, wann dein Kaninchen schläft:

Wann schlafen Kaninchen?

Kaninchen sind Fluchttiere und schlafen daher nie über einen langen Zeitraum hinweg.

Sie wechseln oft zwischen Ruhe- und Aktivitätsphasen. Das ist auch in der Nacht der Fall.

Kaninchen sind dämmerungsaktiv und meist zwischen den späten Abend- und den frühen Morgenstunden am aktivsten. Aus diesem Grund sind oft auch in den späten Stunden der Nacht Geräuschen von Ihnen zu hören.

Ein Kaninchengehege im Schlafzimmer kann sehr störend für deinen Schlafrhythmus sein. Sie benötigen rund um die Uhr Auslauf und Zugang zu Futterstellen.

Du solltest dafür Sorgen, dass deine Kaninchen zu jeder Zeit ihre Grundbedürfnisse befriedigen können.

Kaninchen in der Nacht: Sehen, fühlen und riechen

Als Flucht- und Beutetiere verfügen Kaninchen über ausgezeichnet ausgebildete Sinne. Sie verfügen über eine Rundum-Sicht und können sich auch in der Nacht gut orientieren.

Kaninchen sind dämmerungsaktiv, ihre Sinne sind auf diese Phase perfekt eingestellt.

Da Kaninchen hauptsächlich in der Dämmerung aktiv sind, müssen sie auch mit wenig Licht noch gut sehen können. Ihre Augen sind für das Sehen mit wenig Licht bestens ausgerüstet.

Nachts sehen Kaninchen jedoch genauso wenig wie wir Menschen. Im umgekehrten Fall fühlen Sie sich bei zu viel Licht geblendet.

Die Pupille der Kaninchen ist unbeweglich, weshalb sie bei mehr und grellerem Licht das einfallende Licht nicht begrenzen können. Ähnlich, wie wenn du aus Versehen in eine helle Lichtquelle guckst – nur, dass dein Pupille sich innerhalb der ersten Sekunden anpasst und zusammenzieht. Dieser Mechanismus ist bei Kaninchen nicht vorhanden.

Grelle Lichtquellen erschrecken und blenden deine Kaninchen dagegen. Besonders in der Nacht solltest du im Zimmer oder Gehege deiner Kaninchen keine helle Lichtquelle anschalten.

Zusätzlich sind Kaninchen weitseitig. Sie können die Nähe nur verschwommen erkennen, dafür sehen sie in der Ferne alles scharf. Dies ist wichtig, damit sie möglichst früh herannahende Feinde erkennen können.

Auch das Gehör der Kaninchen ist sehr geräuschempfindlich. Zusätzlich verfügen sie über Tasthaare an der Oberlippe, dem Kinn und den Augenbrauen. Damit können sie sich in der Dunkelheit hervorragend zurechtfinden.

Diese Sinneswahrnehmungen haben ihnen als Beutetieren in der Nacht und der Dämmerung das Leben gerettet.

Haben Kaninchen Angst in der Nacht?

Wenn deine Kaninchen sich nachts besonders unruhig verhalten, kann es dafür verschiedene Gründe geben.

Angst haben die Tiere in der Nacht aber in der Regel nicht.

Wenn deine Kaninchen neu in einer fremden Umgebung sind, oder sie laute Geräusche nicht zuordnen können, kann das bei ihnen Angst auslösen.

Sonst sind Kaninchen in der Nacht meist unruhig, weil sie einsam oder nicht ausgelastet sind. Kaninchen benötigen in jedem Fall Artgenossen für eine artgerechte Haltung.

Sie kuscheln sich in der Nacht zum Schlafen zusammen und verständigen sich über Duftnoten.

Wenn deinem Kaninchen also ein Partner fehlt, wird es sich in der Nacht bemerkbar machen.

Ein weiterer Grund kann Langeweile sein. Kaninchen brauchen auch in der Nacht die Möglichkeit eines großen Geheges und zugänglicher Futterstellen.

In der freien Wildbahn sind Kaninchen dämmerungsaktiv. Sie verfügen über alle Sinne, die sie für genau diese Zeit perfekt ausrüsten. Wird es richtig dunkel, sehen auch sie nicht mehr gut. Grelle Lichter und laute Geräusche können sie nachts erschrecken.

Was du nachts für dein Kaninchen tun kannst

Kaninchen werden in der Nacht immer Geräusche verursachen, da sie nicht viele Stunden am Stück durchschlafen. Du solltest sie daher nicht in deinem Schlafzimmer halten.

Kaninchen, die einsam sind oder Langeweile haben, äußern in der Nacht aber besonders laute Verhaltensauffälligkeiten. Um das zu vermeiden, solltest du die Tiere niemals alleine halten.

Nur in der Gruppe können Kaninchen ein artgerechtes Leben verbringen – halte immer mindestens zwei Kaninchen zusammen!

Zudem benötigen Kaninchen nachts Zugang zu einem sicheren Unterschlupf in ihrem Gehege und allen wichtigen Futterstellen.

Die Tiere über Nacht einzusperren ist nicht artgerecht. Nur weil wir Menschen uns nachts gerne zurückziehen, gilt dies nicht für Kaninchen. Vermenschliche dein Kaninchen nicht und lasse es nachts sein natürliches Verhalten zeigen: der Wechsel zwischen Ruhe- und Aktivphasen mit Futteraufnahme.

Allgemein vermenschlichen wir das Verhalten der Kaninchen sehr schnell. So entstehen Missverständnisse, denen man gut vorbeugen kann. Die bekanntesten Probleme im Verhalten zwischen Zwei- und Vierbeiner findest du direkt zum Nachlesen bei uns auf dem Nagerguide:

Bei einer Haltung im Garten oder auf dem Balkon sollte das Gehege jedoch vor Raubtieren geschützt sein. Wenn dein Kaninchen ein großes Gehege für seinen Bewegungsdrang und Artgenossen zum Kuscheln hat, wird es auch in der Nacht zufrieden sein.

Fazit – Kaninchen in der Nacht

Damit du besser verstehst, wie Kaninchen die Nacht wahrnehmen und erleben, ist es wichtig zu wissen, wie Kaninchen die Welt generell wahrnehmen. Kaninchen sind typische Fluchttiere: sie greifen nicht an und verstecken sich bei Gefahr lieber.

Ihre Sinne unterstützen sie dabei: Kaninchen hören, sehen und riechen viel besser, als wir Menschen. Auch in der Nacht und in der Dämmerung nutzen Sie Ihre guten Sinne, um immer auf mögliche Feinde reagieren zu können.

Kaninchen ruhen und fressen abwechselnd, tiefe Schlafphasen haben sie nie lange, da sie ständig alle Sinne auf Empfang haben: es könnte immer eine Gefahr in der Nähe sein.

Die bekannten Tasthaare dienen ihnen auch im Dunkeln als feine Antennen, ebenfalls hören Kaninchen Geräusche sehr viel besser, als wir Menschen.

Nachts erschrecken sich Kaninchen deswegen bei lauten Geräuschen auch, diese können sie sehr sensibel wahrnehmen. Klopft dein Kaninchen nachts, kann dies zum Beispiel auf Angst hindeuten.

In jedem Fall benötigt dein Kaninchen auch nachts freien Zugang zu Futter und Unterschlupfmöglichkeiten. Nachts ist dein Kaninchen immer mal wieder aktiv und frisst und bewegt sich im Gehege.

Der Sehsinn ist bei Kaninchen ganz auf das Sehen in der Dämmerung ausgelegt. Sie können auch bei wenig Licht noch sehr gut sehen. Wird es dann ganz dunkel, sehen Sie nicht mehr, als wir Menschen.

Da die Pupille deines Kaninchens unbeweglich ist, kann es auf grelle Lichtquellen nicht reagieren und wird schnell geblendet. Dies passiert, wenn du nachts helle Lampen anschaltest.

Kaninchen haben sehr gute Sinne, die ihnen das Leben in der Nacht und bei Dämmerung vereinfachen. Vermenschliche es daher nicht, nur weil wir als Menschen schlecht sehen und uns lieber ins Haus verkriechen, sobald es dunkel wird.

Unser Extra Tipp:

Das toll geschriebene Buch „Funny Bunny“ von Karina Niemczyk* beschreibt wie man wieder Farbe in den Kaninchenalltag bringen kann und erzählt lustige Geschichten für mehr Spiel und Spaß mit Kaninchen. Es ist unser absolutes Lieblingsbuch und haben es schon mehrfach an andere Kaninchenliebhaber geschenkt.

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