Warum sind Kaninchen scheu

Unsere magischen E-Book Bestseller kannst du dir hier ansehen:

Kaninchen sind Fluchttiere und in der Regel sehr scheue Tiere. Besonders in einer neuen Umgebung brauchen Kaninchen einige Zeit, um sich an alles zu gewöhnen und Vertrauen zu ihrem Besitzer aufzubauen. Kaninchen sind sehr schreckhafte Tiere und müssen aufgrund ihrer zahlreichen Fressfeinden immer bereit sein, die Flucht zu ergreifen. 

Der Fluchtinstinkt von Kaninchen wurde über mehrere Generationen weitergegeben und sorgt somit dafür, dass Kaninchen überwiegend scheu sind. Kaninchen sind bei vielen Fressfeinden auf der Speiseliste und sie müssen deshalb immer auf der Hut sein und sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können.

Besonders wenn Kaninchen in eine neue Umgebung kommen, sind die liebenswerten Haustiere oftmals sehr schüchtern und scheu. Dieses kann sich nach ein paar Tagen oder auch Monaten hin verändern und sie kommen von ganz alleine zu dir und erbetteln sich ihr Futter.

Kaninchen haben in der freien Natur sehr viele Fressfeinde und sind deshalb die meiste Zeit darauf gepult, sich in Sicherheit zu bringen. Daraus ergibt sich, dass Kaninchen vom Wesen her sehr ängstlich und scheu sind. 

Kaninchen sind Fluchttiere und müssen in der freien Natur jederzeit bereit sein, die Flucht zu ergreifen und sich in Sicherheit zu bringen. Somit nehmen Kaninchen auch sehr leise Geräusche wahr und sind sehr schreckhafte Tiere, um sich rechtzeitig zu retten. 

Kaninchen sind sehr scheue Tiere und verstecken sich sehr gerne.

In ihren Verstecken bleiben die Kaninchen so lange, bis sie sich wieder sicher fühlen und für sie keine Gefahr mehr besteht. Dabei recken sie oftmals ihre Nase aus dem Versteck, um mögliche Feine sofort zu erschnüffeln.

Folgende Gründe können vorliegen, warum dein Kaninchen besonders scheu ist:

  • Das Kaninchen wurde in seiner Kindheit zu wenig sozialisiert. Dieses bedeutet, dass es zu wenig Menschenkontakt in seiner Kindheit hatte und somit alle Menschen für dein Kaninchen eine potenzielle Gefahr sind. Aus diesem Grund wird es schwer sein, dein Kaninchen an dich oder an anderen Personen zu gewöhnen. Hier ist es wichtig, langsam und geduldig das Vertrauen des Kaninchens zu gewinnen. 
  • Ebenso könnte die Ängstlichkeit deines Kaninchens aus der Vergangenheit beruhen. Nicht alle Tierbesitzer behandeln ihre Haustiere artgerecht und liebevoll. Hier ist es wichtig, sollte man ein Kaninchen aus einem Tierheim sich holen, sich darüber zu informieren, wie das Kaninchen vorher gehalten wurde und in welchen Umständen es gelebt hat. Auch hier ist es sehr wichtig, dass du deinem Kaninchen die benötigte Zeit gibst, um Vertrauen zu dir aufzubauen und so die Ängstlichkeit eines Tages verschwindet.
  • Auch kann es an einer Krankheit bei deinem Kaninchen daran liegen, dass dein Kaninchen ängstlich wirkt. Bei Verletzungen oder Krankheiten ziehen sich Kaninchen immer wieder zurück und lassen dich Verletzungen oder Krankheiten schwer erkennen. Kontrolliere regelmäßig trotzt der Ängstlichkeit deines Kaninchens, ob es Verletzungen hat. 
  • Wenn du wissen möchtest, an welche Krankheiten deine Kaninchen erkranken können und was dabei am besten hilft, findest du in unserem aktuellen Artikel Typische Krankheiten von Kaninchen.

Wie werden Kaninchen zutraulicher?

Kaninchen werden dir gegenüber zutraulich, wenn du ihnen genügend Zeit und Ruhe gibst, damit sie dir vertrauen können. 

Wie bei jedem neuen Geschenk möchte man es sofort auspacken und damit gleich loslegen mit ihm zu spielen. Dieses sollte bei einem neuen Haustierbewohner jedoch ganz anders ablaufen. 

Mithilfe von Möhren, kannst du deinem Kaninchen näher kommen und dein scheues Kaninchen sanft streicheln.

Hier haben wir für dich eine gute Übersicht wie du deine neuen Mitbewohner beim Einzug in ihr neues Zuhause behandeln solltest und wie deine Kaninchen dir gegenüber zutraulich werden.

  1. Abwarten und deinen Kaninchen Zeit und Ruhe geben:

Stelle am besten gleich bei der Ankunft deiner neuen Mitbewohner die Transportbox offen in das fertige Kaninchengehege. Der Futternapf und der Wassernapf sollten gut gefüllt sein, damit es nach der langen Reise fressen und trinken kann. 

  1. Beobachte deine neuen Kaninchen:

Deine neuen Mitbewohner werden sich bei jedem kleinsten Geräusch sehr schnell erschrecken und panisch in ihr Häuschen oder in eine andere Unterkunft verstecken. Dieses ist aber ein ganz natürliches Phänomen. Deine Kaninchen müssen erstmal in Ruhe ihr neues Zuhause erkunden und sich an die neuen Gerüche und Geräusche gewöhnen. Deswegen ist es ratsam, deine Kaninchen erstmal nur aus der Ferne zu beobachten und ihnen nicht näher zu kommen oder sie versuchen anzufassen. Du wirst merken, mit jedem Tag gewöhnen sich deine Kaninchen immer besser an ihr Kaninchengehege und gucken dich neugierig von der Ferne aus an. 

Hier kannst du dann zum nächsten Schritt übergehen.

  1. Kontaktaufnehmen zu deinen Kaninchen:

Nun wird es Zeit, dass deine neuen Mitbewohner dich besser kennen lernen. Nähere dich leise und vorsichtig dem Kaninchengehege an und spreche mit leiser Stimme zu Ihnen. Du darfst jetzt keine abrupten oder schnellen Bewegungen machen, da sich sonst deine Kaninchen erschrecken und wieder in ihren Verstecken verkriechen. Deine Kaninchen sind sehr neugierige Tiere und werden mit Sicherheit ans Kaninchengitter kommen, um nachzusehen wer sie besuchen möchte. 

  1. Liebe geht durch den Magen:

Halte am besten ein kleines Leckerli wie ein Stück Apfel oder ein Stück Gemüse in das Kaninchengehege. Dieses dient wunderbar als Bestechung. Nun warte ab, und deine Kaninchen werden von ganz allein zu dir angehoppelt kommen und nach dem Futter schnappen und es schnell in Sicherheit bringen. Nach ein paar Tagen und einigen leckeren Fütterungen, werden dich deine Kaninchen lieben und werden gerne zu dir ans Kaninchengitter kommen. 

Welches Gemüse und Obst deine Kaninchen am liebsten mögen, erfährst du in unserem tollen Artikel Kaninchenfütterung: die große Obst- und Gemüseliste

  1. Die Streicheleinheiten können beginnen:

Wenn deine Kaninchen bei deinem nächsten Besuch in der Hoffnung auf Leckerlis zu dir kommen, kannst du kleine Stückchen Obst oder Gemüse auf deine Hand verteilen. Während deine Kaninchen die Stückchen genießen, kannst du sie leicht mit einem Finger vorsichtig streicheln. Sollte es deine Kaninchen weiter nicht stören, kannst du es auch mit der ganzen Hand probieren.

Streichele sanft dein Kaninchen.

Sollte dein Kaninchen sich gar nicht streicheln lassen, hilft dir bestimmt unser Artikel Mein Kaninchen lässt sich nicht streicheln weiter.

  1. Deine Kaninchen auf den Arm nehmen:

Wenn deine Kaninchen auch ohne Bestechung durch Leckerlis zu dir kommen, kannst du versuchen, eines von ihnen vorsichtig auf den Arm zu nehmen. Jedoch sind Kaninchen Fluchttiere und mögen es in der Regel nicht hochgenommen zu werden. Sollte dein Kaninchen bei dem Versuch panisch werden und wild rumzappeln, setze es wieder schnell und vorsichtig auf den Boden herab. Jedes Kaninchen reagiert in dieser Situation anders und es kommt auf den jeweiligen Charakter an, ob ein Kaninchen sich gerne auf den Arm nehmen lassen will. 

Wovon hängt es ab, ob ein Kaninchen besonders scheu ist?

  • Der Gesundheitszustand deines Kaninchens ist wie bei uns Menschen sehr wichtig. Sollte dein Kaninchen irgendwelche Schmerzen haben, wird es schwierig sein für dich, ihn zu zähmen und streicheln zu können. Beobachte, ob sich sein Verhalten gegenüber dir verändert hat und ob er sichtbare Verletzungen hat. Hole dir ansonsten Rat bei deinem Tierarzt, sollte dein Kaninchen zum Beispiel humpeln oder Verletzungen haben.
  • Auch hängt es von der bisherigen Erfahrung deines liebsten ab, warum er so scheu ist. Leider ist es immer noch so, dass viele Kaninchen von ihren Züchtern schlecht behandelt werden und deswegen sehr scheu und zurückhaltend gegenüber Menschen sind. Aber auch schlechte Erfahrungen durch andere Tiere kann dazu führen, dass dein Kaninchen nicht zahm wird und sich von dir nicht streicheln lässt.
  • Wie bei uns Menschen ist auch jedes Kaninchen ganz unterschiedlich. Jedes hat seinen eigenen Charakter. Und dieses ist auch bei Kaninchen so. Wenn bei einem Kaninchen die Charaktereigenschaften wie Schüchternheit und Ängstlichkeit sehr stark ausgeprägt sind, ist es sehr schwierig, diesen zahm zu bekommen. Andere Kaninchen wiederum sind sehr neugierig und kommen direkt ans Gitter des Geheges, um etwas Nahrung zu erbetteln.
  • Ebenso ist es die natürliche Verhaltensweise von Kaninchen, sich bei Gefahr zu verstecken und sehr scheu zu sein. Hier sind immer sehr viel Geduld und Ruhe erforderlich. 

Hier haben wir unsere beliebtesten Artikel in einer tollen Übersicht zusammengefasst:

Kaninchen klopft nachts – was das bedeutet und was du tun kannst
Wie viel Heu braucht mein Kaninchen?
Welche Blumen dürfen Kaninchen fressen
Kaninchen eine Freude machen
Was dürfen Kaninchen nicht fressen?
Dürfen Kaninchen Tomaten essen?
Mein Kaninchen ist abgehauen
Wie lange können Kaninchen ohne Futter auskommen?
Warum bewegt sich mein Kaninchen nicht?

Zusammenfassung – Warum sind Kaninchen so scheu?

Kaninchen sind von Natur aus sehr scheue Tiere und brauchen viel Zeit, um sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen. Ebenso müssen sie erst mal Vertrauen zu dir aufbauen.

Wie scheu genau dein Kaninchen ist, hängt auch von verschiedenen Faktoren ab. Sollte dein Kaninchen schlechte Erfahrungen beim Vorbesitzer oder beim Züchter gemacht haben, wird es besonders am Anfang sehr schüchtern und ängstlich sein. Ebenso hängt es immer vom Charakter des jeweiligen Kaninchens ab, ob es besonders scheu ist. Es gibt immer mutige Kaninchen, die sofort nach Futter betteln und andere, die erst mal ein paar Tage in ihrem Versteck bleiben.

Um dein Kaninchen zahm zu bekommen und es zu streicheln, musst du das Vertrauen deiner Kaninchen gewinnen. Dafür ist Zeit und Ruhe sehr wichtig. Am besten locke immer wieder deine Kaninchen mithilfe von Futter an und streichele sie sehr sanft.

Unsere magischen E-Book Bestseller kannst du dir hier ansehen: